Erkan Dinar

Zum Medienkrieg gegen Kuba!

Zum Medienkrieg gegen Kuba!

Die perfekt vom Kapitalismus geölte Maschinerie der Manipulation kann heute auf Ressourcen zählen, von denen ein Joseph Goebbels damals nur träumen konnte. Die Entwicklung der Technologien und das Internet haben die Möglichkeiten, auf das Bewusstsein der Menschen einzuwirken, unendlich erweitert. Im nachfolgenden ein Artikel des kubanischen Autors Raúl Antonio Capote über den Medienkrieg der imperialistischen Blöcke gegen das sozialistische Kuba:

“Die perfekt vom Kapitalismus geölte Maschinerie der Manipulation kann heute auf Ressourcen zählen, von denen ein Joseph Goebbels damals nur träumen konnte. Die Entwicklung der Technologien und das Internet haben die Möglichkeiten auf das Bewusstsein der Menschen einzuwirken unendlich erweitert.

Zuvor griffen die Experten zu diesem Zweck auf Redner mit einer großen Beeinflussungsgabe auf die Massen zurück. Sie nutzten das Radio, die Printmedien, das Kino… Letzteres spielte vor allem im gesamten XX. Jahrhundert eine entscheidende Rolle, vor allem was die Wirksamkeit beim Aufbau von Stereotypen angeht.

Heute sind die Menschen einer Lawine an Informationen ausgesetzt, die sie mühelos von ihren Überzeugungen trennt, das Bombardement ist erbarmungslos. Das Fernsehen und die sozialen Netze tragen sie hinweg und führen sie auf von den „Herren der Welt“ vorgefertigte Pfade. Der Mensch unserer Zeit wird belagert, betrogen und durch den von Bildern und Tönen ausgelösten Schock seiner Fähigkeit beraubt, die Realität kritisch zu analysieren.

Solche Angriffe zerstören Automatismen und schaffen neue. In einer bestimmten Situation denkt man nicht immer nach, sondern handelt nach Stereotypen, die es einem ermöglichen zu reagieren ohne zu denken.

Während des ideologischen Kriegs der USA und ihrer Alliierten gegen die UdSSR, führten die westlichen Nachrichtendienste und die CIA eine penible Studie über die kulturellen Stereotype der verschiedenen Sektoren der sowjetischen Bevölkerung durch, vor allem bei den Intellektuellen. Künstler, Akademiker und Schriftsteller waren Gegenstand der Forschung und Analyse, um so deren Schwachpunkte ausfindig zu machen und ein Mapping zu schaffen, das der CIA dem wirksamen Einsatz ihrer Mittel im Kulturkrieg und der politisch-ideologischen Subversion ermöglichte.

Wenn er die Sterotype beherrscht. Kann der Manipulator sich seiner Zuhörer über subjektive Kräfte bemächtigen. Über die „Eroberung der Auditoriums“ sagt der russische Forscher Sergej Kara-Murza; „Während seiner Ausführung zieht der Manipulator es an und danach hält er dessen Aufmerksamkeit gefangen, er nimmt es in sich auf, macht es zum Verfechter seiner Ziele und schafft ein Zugehörigkeitsgefühl“.

Die antikubanischen Influencer, die Cyberhandlanger und andere Exemplare, die im digitalen Umfeld agieren, die bezahlten Aktivisten des ideologischen Krieges sind keine Kommunikationsgenies mit einem besonderen Charisma. Es sind Individuen, die aufgrund der Informationen arbeiten, die ihnen die Studienzentren der Nachrichtendienste liefern, die ebenfalls Techologien anwenden, um an diese Daten zu gelangen. Wie sie es bei der UdSSR gemacht haben, arbeiten sie zu Schwächen und Unzulänglichkeiten, zu Automatismus, Ängsten und identifizierten Stereotypen.

Hinter ihnen steht die große Maschinerien der Manipulation. Sie sind Marionetten zu Diensten eines Krieges, der ihnen Bedeutung verleiht und sie ausschließt, wenn sie nicht mehr nützlich sind. Das ist das traurige Schicksal dieser Handlager des Giftes.”

Erkan Dinar

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