Erkan Dinar

Kandidatur für den Parteivorstand!

Kandidatur für den Parteivorstand!

„Wo sind eigentlich die Linken, die noch arbeiten gehen?“ Mit solchen Fragen wurde ich zuletzt von Schichtarbeitern in meinem Betrieb konfrontiert. Es sind Vorurteile, die sehr tief bei Arbeitern sitzen, denn sie drücken Enttäuschung über die Sozialdemokratie und Wut auf die gesamte Parteienlandschaft aus. Doch auch Hoffnung keimt darin, denn politisches Rückgrat wird gesucht!

Unser Land ist in einer sehr schwierigen Situation, denn die Pandemie lässt die Menschen alleine mit ihren Sorgen und Problemen. Die regelmäßigen Zykluskrisen des Kapitalismus schlagen derzeit geballt auf die Arbeitnehmerschaft ein. In Deutschland ist die Armutsquote auf einen Rekordwert gestiegen. Es braucht Antworten auf politische Tagesfragen!

Es braucht jedoch auch eine große Anstrengung unserer Partei, die Bevölkerung über die Zusammenhänge dieses Wirtschaftssystems aufzuklären. Ihnen Wege aus der Krise aufzuzeigen. Sich über einen neuen Sozialismus-Versuch Gedanken zu machen und ihn gemeinsam mit der Bevölkerung zu entwickeln. Es gilt den Frieden wieder energischer zu verteidigen, denn gerade Krisenzeiten treiben Despoten dazu, von Problemen und dem eigenen Unvermögen abzulenken, indem Kriege gegen die Opposition im eigenen Land oder gegen „Feinde“ im Ausland geführt werden!

Es gilt wieder bei den Kolleginnen und Kollegen zu sein, nicht nur aber vor allem auch dann, wenn wieder einmal Milliarden Euros an Steuergeldern in Großkonzerne gesteckt und kurz darauf Massenentlassungen von den Konzernbossen durchgesetzt werden. Zumindest gilt es deutlich aufzuschreien, wenn diese Leute meinen, sie sparen ja auch an sich selber, weil sie mit Sekt statt mit Champagner anstoßen!

Ich bin der Sohn einer Arbeiter- und Bauernfamilie mit sechs Kindern. Meine ehrenamtliche politische Arbeit in den letzten 22 Jahren, als Kreissprecher, im Landesvorstand, als Stadt- und Kreisrat, aber auch in anderen Ehrenämtern hat mich gelehrt, was Armut, Ausbeutung, soziale Abstiegsangst, Kontopfändung, Befristung und Unsicherheiten bedeuten. Ich weiß allerdings auch als Gewerkschaftsaktivist, was Solidarität im Arbeitskampf und die starken Arme von Kolleginnen und Kollegen bedeuten, wenn es ihnen reicht!

Als Linker kenne ich meinen Platz in diesem System. Er ist nicht am Buffet-Tisch bei Sekt und Kaviar. Vielmehr an der Seite der müden Kolleg*innen nach einer harten Schicht. Er ist bei all den Menschen, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen und hart ums Überleben sowie für ein einigermaßen gutes Leben für ihre Familie im Arbeitsprozess kämpfen und dabei sogar ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen. Es sind ihrer Millionen in unserem Land. Die Politik muss nur wieder anfangen genau hinzuschauen. Ich bin dazu bereit und möchte dafür Verantwortung im Parteivorstand übernehmen!

Für eine friedliche, gerechte und solidarische Welt!

Erkan Dinar

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